stark werden -
stark bleiben

Altmarkcamp ist gestartet

Das Altmarkcamp wird gefördert durch folgende Mittelgeber:

Auf Grund der Corona-Beschränkungen arbeitet das Team des Altmarkcamps mit den Schülerinnen und Schülern derzeit in Kleingruppen in den Camp-Anschlussmodulen. Der Schwerpunkt liegt hier in der Berufsorientierung. Das 14tägige Camp wird auch im Sommer 2020 stattfinden, dies unter Einhaltung aller relevanten Hygienevorschriften.

Schülerarbeit in der Altmark

Seit 1.3.20119 betreut und verantwortet der Bildungsverbund Handwerk in Salzwedel ein neues Projekt, das Altmarkcamp. Gemeinam finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ( ESF), der Agentur für Arbeit Stendal und dem Altmarkkreis Salzwedel sollen mit dem Vorhaben Jugendlichen der 7. und 8. Klassen aus dem Altmarkkreis Salzwedel Angebote unterbreitet werden. Die RÜMSA-Koordinierungsstelle betreut das Vorhaben stellvertretend für alle Mittelgeber und hilft uns, alle Partner und Schulen zu erreichen. Derzeit führen wir viele Interviews mit Teilnehmern, Interessenten und Partnern, um unsere Jugendlichen für das Projekt auszuwählen.

 

Was ist das Ziel des Projektes?

Jugendliche, die schuldistanziert sind, sollen motiviert und gestärkt werden. Deshalb heißt das Motto auch: stark werden – stark bleiben! Alle Jugendlichen, die durch die schulischen Angebote nicht mehr erreicht werden, vielleicht schlechte Noten oder hohe Fehlzeiten bzw. andere Hemmnisse haben, möchten wir fördern. Gemeinsam mit Schülern, die weniger Probleme aufweisen, sollen diese Jugendlichen wieder eine Perspektive für ihre schulische und berufliche Zukunft erhalten. Sie sollen lernen, Probleme zu lösen und mit Stress umzugehen. Durch das Sommercamp in Zethlingen wollen wir eine Gruppendynamik erzeugen, die im Anschluss in weiteren außerschulischen Angeboten genutzt und auf Schule und Alltag transferiert werden kann.

Was machen wir mit den Jugendlichen?

Im Camp und danach nehmen alle Teilnehmer an verschiedenen Angeboten, wie Exkursionen, Projekten und Kreativworkshops teil. Neben Berufsorientierung stehen die eigene Entwicklung und der Umgang mit Anderen im Vordergrund. Natürlich soll das ganze auch Spaß machen und daher fahren wir auch ins Bad, ins Phaeno, in Betriebe… wir bloggen kräftig und toben uns kreativ aus, u.a. im Niedrigseilgarten und an Ytonsteinen.

 

Wer passt auf?

Das Projektteam des BVH hat sich eine Menge Gedanken gemacht und sich kräftig vorbereitet. Im Camp werden sich Teamer Tag und Nacht um die Jugendlichen kümmern und sie mit voller Tatkraft fördern und fordern. Eltern und Lehrer sind mit im Boot, dürfen aber erst zum Campfestival nach Zethlingen kommen. Da werden alle Jugendlichen zeigen, wie heiß der Sommer im Erlebnishaus sein kann, denn da werden die Ergebnisse zum Campausklang gezeigt.

Ansprechpartner

Frau Dr. Beck – Projektleiterin

Frau Albrecht – Projektkoordinatorin

Das Altmarkcamp-Team

Das Altmarkcamp-Team (v.l.n.r.): T. Kosch,  J. Beck, K. Hauptstein, K. Hauptstein, B. Albrecht , S. Mewes

Update zum Projekt Altmarkcamp

So, die zweite Runde des Altmarkcamps läuft und es ist in der Zwischenzeit viel passiert. Das Sommercamp fand vom 10.-23.08.2020 wieder im Erlebnishaus Altmark in Zethlingen statt. 34 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen hatten sich angemeldet, nachdem die Projektmitarbeiter*innen das Altmarkcamp zu Jahresbeginn in den Schulen vorgestellt hatten. Davon waren neun Teilnehmer*innen „Wiederholungstäter“, denn diese fuhren zum zweiten Mal mit.

Was war in diesem Jahr anders? Vieles, denn die Corona-Regeln haben auch vor einem Camp nicht haltgemacht. Das Erlebnishaus verfügte notwendigerweise über ein eigenes Hygienekonzept, an das sich alle Besucher (sofern sie hineindurften, denn kurze Besuche zwischendurch waren nicht so einfach möglich) halten mussten. Das bedeutete: streng festgelegte Laufwege (Einbahnstraßen-System) und Maskenpflicht im Haus, feste Sitzplätze, keine Möglichkeit, das Zimmer am Anreisetag zu wählen bzw. zu tauschen, keine Besuche in anderen Zimmern, Abstand immer und überall 1,5m – außer zu den eigenen Mitbewohnern, feste Tischformationen im Seminarraum, Desinfektionspläne und Vieles mehr. Trotz erster Schockgefühle stellten sich diese Regeln zum Teil als unproblematisch heraus, denn feste Sitzplätze und Laufwege bedeuten offensichtlich Sicherheit und Stabilität.

Aus den Erfahrungen des letztjährigen Camps konnten wir die Erfahrungen nutzen und Anpassungen in der Projektplanung vornehmen, die sich als hilfreich erwiesen haben. Aus Wahlprojekten wurden in diesem Jahr zwangsweise drei festgelegte Projekte (Terra-X, Furure Dreams und Chica Walk), deren Ergebnisse (eine Ausstellung, zwei Stop-Motion-Filme, eine Modenschau und ganz viel Wissen) am 21.08.2020 beim Camp-Festival erfolgreich präsentiert wurden. Am Nachmittag gab es ebenfalls feste Strukturen mit verschiedenen Angeboten wie Erlebnispädagogik, Sport, Berufsorientierung und natürlich auch Freizeit. Die Zimmer mussten ebenso täglich gereinigt werden, wie die Teilnehmer sich selbst (ja, das benötigt eine feste Zeit im Tagesplan inkl. Kontrolle). Vieles fand in diesem Jahr draußen statt, was aufgrund der Hitze (es waren häufig über 30°C) eine zusätzliche Herausforderung darstellte.

Wer war dabei? Aus 34 gemeldeten Teilnehmer*innen wurden nach einem Tag 32 – und die blieben relativ konstant dabei. Die Motivation war bei allen 21 Jungen und 11 Mädchen hoch, auch wenn die erste Woche zunächst der Anpassung diente. Gruppenkonflikte mussten gelöst, Regeln aufgestellt und befolgt werden, Tagesstrukturen waren neu und gewöhnungsbedürftig und natürlich mussten Projektideen gefunden und umgesetzt werden. Hinzu kam, dass Corona bedingt bis fast zum Schluss unklar war, ob und in welcher Form ein Camp-Festival stattfinden konnte.

Wie sieht es mit den Befragungen und Zielvorstellungen aus? Alle Teilnehmer*innen haben ihr Zielvereinbarungsgespräch im Camp absolviert. Hauptziele fürs kommende Jahr sind u.a. die Verbesserung der Schulnoten, mehr Motivation und Konzentration sowie Durchhaltevermögen, der Wunsch, mehr für die Schule zu lernen und auch das Thema Berufsorientierung.

Was ist noch passiert, was kommt noch? Am 02. September konnten wir mit etwas Verspätung den ersten Durchgang abschließen. In einer Feierstunde haben wir gemeinsam mit Gästen des Altmarkkreises Salzwedel, der Bundesagentur für Arbeit und der Schulen das erste Altmarkcamp-Jahr Revue passieren lassen. Anschließend wurden den Teilnehmer*innen die Zertifikate übergeben, die als Motivation und positiver Impuls für eine spätere Ausbildung dienen sollen. Der zweite Durchgang ist mittlerweile in den monatlichen Anschlussmodulen angekommen. Themen wie Konfliktlösung, Zeitmanagement, Berufsorientierung und die eigenen Zukunftsvorstellungen werden an festen Terminen „bearbeitet“, um die Ziele der Teilnehmenden zu erreichen.

Wir freuen uns auf ein weiteres Camp-Jahr mit allen Beteiligten!

Salzwedel, 09.11.2020

Videobeiträge aus einem Camp-Modul vom Sommer 2020
Impressionen des Altmarkcamps aus dem Sommer 2020

Gruppe des 2. Durchgangs am Abreisetag in Zethlingen

Bericht zu den Camp-Tage 2019

Der erste Durchgang der Camp-Tage liegt nun hinter dem Team des Projektes Altmarkcamp. Für die Schülerinnen und Schüler hat bereits der Schulalltag wieder begonnen. Zeit, um zurückzublicken.

Die Camp-Tage fanden vom 13.07.2019 bis 26.07.2019 im Erlebnishaus Altmark in Zethlingen statt. 37 Schülerinnen und Schüler aus zehn Schulen des Altmarkkreises Salzwedel haben daran teilgenommen. Der größte Teil der kannte sich vorher nicht, umso überraschter waren alle Teamer, dass die Zimmeraufteilung am Anreisetag schnell und problemlos über die Bühne ging.

Ein wichtiger Aspekt der Camp-Tage war die Arbeit in Projektgruppen zu verschiedenen Themen. Fünf Projekte standen für die Schülerinnen und Schüler zur Auswahl:

  • Global World – Ein Projekt zum Thema Klimaschutz
  • Think Different – Ein Theaterprojekt zum Thema Anderssein
  • Workaholic – Ein Radioprojekt zum Thema Arbeit
  • Future Dreams – Ein Songprojekt zum Thema Zukunft
  • Chica Walk – Ein Projekt zum Thema Kleidung, Kleidungskonsum und deren Folgen.

Während im Vorfeld der Camp-Tage das Projekt „Chica Walk“ der eindeutige Favorit war, zeichneten sich im Camp die Interessen deutlich für die ersten vier Projektgruppen ab. Diese wurden dann im weiteren Verlauf der Camp-Tage auch umgesetzt. Die Arbeit in den Projektgruppen fand immer im Vormittagsbereich statt. Unter Anleitung der Teamer bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler ihre Projektaufgaben und bereiteten sich so auf das Camp-Festival vor.

Eine weitere Säule der Camp-Tage war die Erlebnispädagogik. Diese wurde umgesetzt von Birte Groneberg. Mit verschiedenen Aufgaben förderte Frau Groneberg bei den Schülerinnen und Schülern Teamgeist, Selbstvertrauen und Zusammenhalt.

Auch die Berufsorientierung war Bestandteil der Camp-Tage. Diese wurde im Nachmittagsbereich umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit ihren Stärken auseinander und erkundeten Berufe, die zu diesen Stärken passen.

Natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz. Tischtennis, Fußball, Kreativangebote, Filmabende oder Nachtwanderung: das Angebot war vielseitig und wurde von den Schülerinnen und Schülern gerne genutzt. Weitere Highlights waren ein Ausflug nach Wolfsburg und ins Freibad. In Wolfsburg haben die Schülerinnen und Schüler das Phaeno besucht und an der Phaeno-Raylle teilgenommen. Dazu mussten sie die verschiedenen Experimentierstationen erkunden und Fragen beantworten. Als Belohnung gab es im Anschluss 2 Stunden Freizeit, damit das Taschengeld nicht wieder mit nach Hause fahren muss.

Den Schülerinnen und Schülern haben die Camp-Tage sehr gut gefallen. Sie fühlten sich gut aufgehoben und von den Teamern gut betreut. Besonders gut gefallen hat ihnen, dass sie neue Leute kennengelernt haben. Auch die Freizeitangebote und die Ausflüge haben den Schülerinnen und Schülern gut gefallen. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre persönlichen Stärken und Interessen erkunden und diese auch reflektieren. Auf diese Weise konnten sie Wege erkennen, an sich zu arbeiten und motivierter und mit konkreten Zielen in das neue Schuljahr zu starten. Weniger gut kam allerdings der Frühsport und das damit verbundene frühe Aufstehen an.

Für das Team Altmarkcamp geht es nun in die Vorbereitung und Umsetzung der Anschlussmodule und natürlich auch in die ersten Planungen für die Camp-Tage 2020.

Übersicht zu den unterschiedlichen Blogartikeln zum Altmarkcamp

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